Forex Broker für den Devisenhandel im Vergleich

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Der Markt mit dem weltweit größten Handelsvolumen ist der Foreign Exchange, auch Forex genannt. Dabei handelt es sich um eine elektronische Handelsplattform, bei der mit Währungen dieser Welt gehandelt werden kann. Während der Handel lange nur institutionellen Investoren und Börsenprofis vorbehalten war, haben sich sein einigen Jahren auch Anbieter etabliert, die es auch privaten Investoren erlauben, auf die Entwicklung von Devisen zu setzen. Weil dabei aber nicht direkt in die Währungen investiert wird, kommt es vor allem darauf an, wie die Anbieter das Trading konkret umsetzen. Neben Konditionen und Auswahl der Werte sollte der Anleger dabei aber in jeden Fall auch auf weitere Aspekte wie Sicherheit oder Service achten.

Ein wichtiger Aspekt des Angebotes eines einzelnen Anbieters ist dabei aus unserer Sicht auch das Demokonto. Nur so haben gerade junge Anleger die Möglichkeit, sich an den Handel mit US-Dollar, Euro und Co. heranzutasten. Aber auch für fortgeschrittene Trader bietet ein Demokonto eine gute Gelegenheit, um die eigenen Fähigkeiten gezielt auszubauen. Worauf der Anleger bei der Wahl des passenden Forex Brokers im Einzelnen achten sollte, möchten wir in den folgenden Abschnitten darstellen.

Folgende Forex Broker haben wir bereits getestet:

Das Handelsangebot als wichtiger Ausgangspukt für den Vergleich

Wer nach einen Anbieter für das Forex Trading sucht, will mit Währungen handeln. Ausgangspunkt für den Vergleich sollte daher zunächst die Auswahl an handelbaren Basiswerten sei. Denn der Anleger investiert nicht direkt in eine bestimmte Währung, sondern setzt mit sogenannten CFDs (Contract for Difference) in Form eines Derivats auf eine bestimmte Entwicklung der Währung. Dabei wird allerdings nicht auf eine einzelne Währung, sondern stets auf das Verhältnis von Währungspaaren gesetzt.

In Anbetracht einer großen Anzahl von weltweit unterschiedlichen Währungen ist die theoretische Auswahl von möglichen Kombinationen extrem groß. Unterschiedliche Anbieter haben sich dabei auf verschiedene Segmente des Währungshandels konzentriert. Bei allen Forex Brokern dürften aber die Majors eine zentrale Rolle spielen. Dazu gehören mit dem US-Dollar, dem Euro, dem Japanischen Yen und dem Britischen Pfund die Währungen der wichtigsten globalen Wirtschaftsregionen. Darüber hinaus finden sich in den Handelsportfolios der meisten Anbieter auch noch Währungen wie der Schweizer Franken, der mitunter ebenfalls zu den Majors gezählt wird. Ebenfalls häufig anzutreffen sind sogenannte rohstoffbasierte Währungen, wie die norwegische Krone, der kanadische und der australische Dollar oder auch der südafrikanische Rand. Doch auch damit ist die mögliche Auswahl noch lange nicht erschöpft. Neben weiteren Währungen kleinerer Volkswirtschaften, wie etwa der Schwedischen Krone oder dem ungarischen Forint, sind auch mexikanischer Peso oder israelischer Schekel in den Listen einiger Anbieter anzutreffen. Und auch die Internetwährung Bitcoin findet sich im Portfolio einzelner Anbieter.

In jedem Fall sollte sich der Anleger aber bewusst machen, dass der Währungsmarkt sehr eigenen Gesetzen folgt, die man als Trader kennen sollte. So sind Währungskurse noch vielmehr als Aktienmärkte von politischem Einfluss abhängig. Unerwartete Entscheidungen von Zentralbanken können massive Kursveränderungen auslösen, die nicht unbedingt zum Vorteil der Anleger ausfallen müssen. Das eindrucksvollste Bespiel war dabei zuletzt die Aufgabe der Frankenbindung an den Euro, die zu einer massiven und für viele völlig unerwarteten Aufwertung des Frankenkurses geführt hat.

Darüber hinaus haben Kunden bei einem Forex Broker in aller Regel auch die Möglichkeit, in andere Märkte zu investieren. Fast jeder Forex Broker hat dabei die Kategorien Rohstoffe und Edelmetalle im Angebot. Darüber hinaus befinden sich in der Angebotspalette vieler Forex Broker auch Aktien und Indizes.

Jeder Anleger sollte sich dabei aber immer erst selber fragen, in welchen Segmenten und bei welchen Werten er über genügend Kenntnisse verfügt, um guten Gewissens in den Handel einzusteigen. Auch wenn beim Währungshandel die Entscheidungen vor allem auf Grundlage technischer Analysen getroffen werden, stellen Kenntnisse über wirtschaftliche und politische Zusammenhänge eine wichtige Grundlage für das erfolgreiche Trading dar.

Unterschiede auch bei Handelstechnik und Konditionen

Doch nicht nur die zur Verfügung stehenden Währungspaare und Basiswerte stellen wichtige Faktoren dar, über die sich Forex Broker voneinander abgrenzen. Auch zu welchen Konditionen in diese Werte investiert werden kann und welche Technik für den Handel zur Verfügung gestellt wird, sind entscheidende Kriterien, die die Qualität eines Anbieters bestimmen.

In Bezug auf die Handelstechnik wird der Markt derzeit von zwei unterschiedlichen Systemen geprägt. Das erste besteht aus einer browserbasierten Lösung. Beim zweiten System handelt es sich um eine Software, die fest auf dem Rechner des Anlegers installiert werden muss, bevor mit dem Handel gestartet werden kann.

Für welches System sich der Anleger letzten Endes entscheidet, hängt neben dem gewählten Anbieter vor allem auch von seinen eigenen Ansprüchen ab. Darüber hinaus wird von eigentlich allen Forex Brokern auch der mobile Handel angeboten, mit dem der Trader über sein Smartphone am Trading teilnehmen kann. Doch unsere Erfahrung zeigt, dass die meisten Trader diese Möglichkeit nur als Ergänzung nutzen, um die Märkte und ihre Positionen im Blick zu behalten und im Notfall eine Order zu setzen oder auch eine Position aufzulösen. Der eigentliche Handel findet dabei in der Regel aber am Rechner statt, der technisch gesehen viel mehr Möglichkeiten bietet.

Als professioneller in seinen Möglichkeiten ist dabei der Handel mit einer fest installierten Software am eigenen PC zu bewerten. Nur hier hat der Trader die Möglichkeit, auf ein umfangreiches Arsenal an Instrumenten und Analysetools zurückzugreifen und diese auch in Ruhe einzusetzen. So stehen bei Programmen wie dem MetaTrader mehr als 50 verschiedene Ordertypen zur Verfügung. Darüber hinaus bieten viele Programme auch die Verwendung sogenannter Expert Advisors (EAs). Damit können bestehende, aber auch selbstprogrammierte Handelsstrategien verfolgt werden, ohne dass der Trader selber direkt in den Handel eingreift.

Während der Trader bei einer festen Software auf den Rechner angewiesen ist, auf dem das entsprechende Programm installiert ist, ist der Nutzer einer browserbasierten Software deutlich flexibler, da er sich von jedem internetfähigem Rechner aus in seinen Account einloggen kann, um sein Depot zu checken und natürlich auch um zu handeln.

Dafür ist die Auswahl an Technik und Tools bei weitem nicht so groß, wie bei Handelsprogrammen wie dem MetaTrader, auch wenn webbasierte Handelsplattformen hier in den letzten Jahren stark aufgeholt haben. Ein wesentlicher Nachteil ist aber, dass individuelle Einstellungen bei diesen Versionen nur sehr begrenzt sind und man als Trader auf die Standardeinstellungen zurückgreifen muss. Fest installierte Plattformen bieten dagegen einen deutlich individuelleren Handel.

In vielerlei Hinsicht ist die Wahl der passenden Plattform aber auch Geschmackssache und der Trader sollte einfach verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Eine gute Möglichkeit dafür kann das Demokonto sein, mit dem wir uns an späterer Stelle noch einmal etwas ausführlicher beschäftigen möchten.

Wichtig sind aber in jedem Fall die Konditionen, die bei Forex Brokern in Form von Spreads erhoben werden. Grundsätzlich verfolgt dabei jeder Broker seine eigene Philosophie. Während der Anleger im Falle von fixen Spreads mit verlässlichen Größen rechnen kann, bieten variable Spreads nur grobe Orientierungsgrößen, da nur die Konditionen des Marktes weitergeben werden.

Seriöse Forex Broker stellen zu diesem Zweck Listen zur Verfügung, anhand derer die zu erwartenden Aufschläge überblickt werden können.

Grundsätzlich können Trader davon ausgehen, dass die Spreads vor allem durch die Liquidität am Markt bestimmt werden. Beim Handel mit Währungspaaren folgt daraus, dass bei den umsatzstarken Majors mit den geringsten Spreads zu rechnen ist, während bei Exoten und weniger stark gehandelten Währungen mit deutlich höheren Aufschlägen zu rechnen ist.

Nicht nur für Anfänger ein wichtiges Instrument – Das Demokonto

Manch einer meint, ein Demokonto sei nur etwas für Anfänger, die sich erst an den durchaus anspruchsvollen Handel mit US-Dollar, Euro und Co. herantasten müssen, während Fortgeschrittene auf den Handel mit virtuellem Guthaben auch gut und gerne verzichten können. Dieser Auffassung möchten wir aufgrund unserer Erfahrungen deutlich widersprechen, denn es gibt eine Reihe von Profis, die ein Demokonto gezielt dazu nutzen, ihre Fähigkeiten im Handel nicht nur mit Währungen gezielt auszubauen. Denn gerade der erfolgreiche Währungshandel beruht nicht selten auf spezifischen Tradingstrategien. Zum einen muss der Einsatz dieser Strategien zunächst erlernt werden, wozu sich Trockenübungen ohne den Einsatz echten Geldes sehr gut eigenen. Um dem Markt voraus zu sein, kommt es aber auch darauf an, eigene individuelle Strategien zu entwickeln. Auch dafür ist ein Demokonto das optimale Testgelände.

Daher stellt nicht nur das Angebot, sondern auch die konkrete Ausgestaltung eines solchen Features ein Kriterium dar, auf welches möglichst genau geachtet werden sollte. Während fast alle Demokonten kostenlos angeboten werden, begrenzen nicht wenige Anbieter die Laufzeit und stellen den Nutzer nach vier oder auch schon zwei Wochen vor die Entscheidung, nun in den echten Handel einzusteigen, oder aber mit dem Handel aufzuhören. Gute Demokonten sind dagegen unbegrenzt und auch kostenlos nutzbar, und können dabei auch parallel zum echten Live Konto weiter geführt werden.

Weitere Grundlagen für den Erfolg im Handel: Bildung und Service

Um zweifellos zwei weitere wichtige Voraussetzungen für einen langfristig erfolgreichen Trading handelt es sich in jedem Fall bei den Faktoren Bildung und Support. Während bei der Bildung vor allem darauf zu achten ist, dass diese an den vorhandenen Kenntnissen des Traders ansetzen sollten, erkennt der Anleger einen guten Service daran, dass dieser in der Landessprache und auch telefonisch zur Verfügung steht. Gerade bei komplexen Problemen wie bei der Handelssoftware oder bei der Abwicklung von Transaktionen kommen auch der besten Formulierungskünstler schnell an Grenzen, wenn der Support nur per Email zu erreichen ist. Eine Hotline oder zumindest ein per Email zu aktivierende Rückrufservice sollten Mindeststandards sein.

Auch bei der Bildung geht das Angebot der einzelnen Online Broker deutlich auseinander. Während sich manche Anbieter mit einigen kurzen Einführungsvideos und einem knappen FAQ Bereich begnügen, stellen andere ein breites Angebot zur Verfügung, welches Seminare mit echten Experten beinhaltet, genauso wie täglich aktuelle Marktinformationen und per E-Book aufbereitetes Trader Wissen. Ein Vergleich lohnt hier in jeden Fall, dabei sollte aber vor allem der eigene Wissensstand als Ausgangspunkt genommen werden.

Auch auf den Standort kommt es an: Seriosität und Sicherheit

Für einen professionellen Handel ist es außerdem wichtig, dass man sich über Fragen der Sicherheit keine Sorgen zu machen braucht. Immerhin überlässt man dem Anbieter nicht nur einen Teil seines Gelds, sondern auch verschiedene Daten. Um sicher gehen zu können, es mit einem seriösen Anbieter zu tun zu haben, sollten Anleger zunächst darauf achten, dass das Unternehmen einen Sitz in einem Land hat, welches zur EU gehört und daher damit unter die entsprechende Regulierung fällt. Für die Umsetzung der EU-Standards sind dabei stets die staatlichen Behörden zuständig. Hier sollte der Anbieter auf eine entsprechende Lizenz verweisen können. Darüber hinaus sollte der Anleger natürlich auch darauf achten, welche Angaben konkret zu Fragen der Einlagensicherung gemacht werden. Und auch über Fragen, wie mit dem Thema der Datensicherheit umgegangen wird, sollte ein seriöser Anbieter ausführliche Angaben machen können.

Fazit – Mit Augenmaß zum richtigen Forex Broker

Bei der Wahl des passenden Forex Brokers kommt es auf das Gesamtbild mehrerer Parameter an. Dabei ist es vor allem wichtig, mit Blick auf das Gesamtpaket eine optimale Wahl zu treffen. Dies ist natürlich nur möglich, wenn der Anleger in etwa weiß, was er will. Da sich die Konditionen und andere Parameter kaum eins zu eins vergleichen lassen, zählt letzten Endes der Gesamteindruck und dabei muss sich der Anleger auch auf sein eigenes Augenmaß verlassen. Eine wichtige Möglichkeit, um einen Anbieter zu testen, stellt zudem das Demokonto dar. Zumindest wenn eines vorhanden ist.

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