Demokonto von XTB: Erfahrungen und Test

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Aus Warschau kommt der Finanzbroker XTB, der bereits im Jahre 2002 gegründet wurde und seit 2009 auch eine eigene Niederlassung in Deutschland betreibt. Bei diesem Anbieter haben die Kunden nicht nur die Möglichkeit, mit verschiedenen Produkten des Forex Marktes zu handeln, sondern auch mit CFDs an der Entwicklung verschiedener Basiswerte mit einem festen Hebelverhältnis zu profitieren. Selten ist darüber hinaus die Variante, dass von einem Anbieter neben CFDs auch Binäre Optionen angeboten werden, wie dies bei XTB der Fall ist. Eine weitere Säule im Angebot dieses Online Brokers stellt zudem das Social Trading dar. Wer sich vor der Fülle dieser Angebote nicht sofort entscheiden kann, sollte dabei zunächst auf das Demokonto zurückgreifen, welches ebenfalls zum Angebotsspektrum von XTB gehört.

Wir haben uns diesen Anbieter nun in einem Test genauer angeschaut und dabei mit dem Demokonto angefangen. Die Erfahrungen, die wir damit und mit dem restlichen Angebot von XTB gemacht haben,
möchten wir nun vorstellen.

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Wie kann man ein Demokonto eröffnen?

Ein Demokonto kann verschiedene Funktionen erfüllen. Das gilt zum einen für den Trader selber, aber auch für den Online Broker. Aus der Sicht der Online Broker wird ein Demokonto nicht selten allein dazu eingesetzt, Kunden auf die Plattform zu locken bzw. unverbindlich an das Trading mit Finanzprodukten heranzuführen. Nicht wenige setzen dabei auf die Hoffnung, dass der Trader schnell der Faszination des gehebelten Handels erliegt und möglichst direkt in den echten Handel umsteigt. Um diesen Prozess zu beschleunigen wird nicht selten auch die Nutzungsdauer des Demokontos auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt. Der Trader hat dann eigentlich nur noch die Wahl in das echte Trading einzusteigen oder nicht mehr zu handeln. Daneben gibt es aber auch Online Broker, die ihren Kunden ein Demokonto als dauerhaftes Instrument an die Hand geben, mit dem sie praktisch unbegrenzte Zeit den Handel testen können. Da dies aber vermutlich auch die meisten Trader gar nicht anstreben, kommt noch ein drittes Motiv für die Nutzung eines Demokontos ins Spiel: Mit einem solchen Instrument kann sich der Trader auch neben dem echten Handel Schritt für Schritt weiterentwickeln und sich so weitere Handelstechniken sowie dem Trading mit neuen Anlagekategorien nähern.

Der Anbieter XTB verfolgt dabei den Weg, der dem Trader leider nicht die Entscheidung überlässt, wann er sich für den Handel über ein Live Konto mit echtem Guthaben gewappnet fühlt. Dies ist aus unserer Sicht sehr schade, denn das Demokonto an sich bietet sehr viele Möglichkeiten, das Trading mit dem umfangreichen Angebot von XTB ausgiebig kennen zu lernen. Leider ist die Nutzung aber von Seiten des Online Brokers XTB auf nur 30 Tage beschränkt. Wem dies nicht ausreicht, der hat aber immer noch die Möglichkeit, beim Kundendienst um eine Verlängerung zu bitten. Ein dauerhafter Handel neben dem echten Handel ist aber bei XTB leider nicht vorgesehen.

Trotzdem sollten diese Einschränkungen niemanden davon abhalten, das Demokonto bei XTB auszuprobieren. Die Anmeldung selber ist dabei in wenigen Minuten erledigt, wenn folgende Schritte berücksichtigt werden:

  1. Startseite von XTB aufrufen
  2. Die Schaltfläche zum Start des Anmeldformulars befindet sich rechts direkt unter der Kopfmenüleiste
  3. Neben dem Namen, der Emailadresse und der Telefonnummer muss die Datenschutzerklärung bestätigt werden
  4. Danach muss sich der Trader für die gewünschte Kontoform, das Hebelverhältnis sowie die bevorzugte Handelsplattform entscheiden
  5. Nach Absenden der Anmeldung erhält der Trader die Zugangsdaten an seine Email Adresse
  6. Der Demoaccount kann geöffnet und das Trading gestartet werden

Mit dem Demokonto von XTB hat der Trader dann einen Monat lang Zeit, die umfangreichen Möglichkeiten des Anbieters zu erkunden, den Handel zu testen und sich mit der Plattform vertraut zu machen. Gerade für Anleger, die neu im Geschäft sind und gerade erst in das Trading mit CFDs und Co. einsteigen, ist dies ein ziemlich ambitioniertes Vorhaben, für welches gut und gerne auch die doppelte Zeit eingeplant werden könnte. Der Anbieter XTB versichert, dass er große Mühe darauf verwendet hat, mit dem Demokonto eine möglichst realistische Handelsumgebung bereitzustellen.

Nach unserem Test können wir sagen, dass dies auch sehr gut gelingt. Trotzdem sollte sich der Trader natürlich im Klaren darüber sein, dass es im Demohandel immer zu kleineren Abweichungen im Vergleich zum echten Handel kommen kann. Auf einige Besonderheiten wird in diesem Zusammenhang auch von XTB selber hingewiesen. Insbesondere sollte der Anleger wissen, dass im simulierten Handel einzelne Aufträge in der Regel genau zu den angegebenen Bedingungen ausgeführt werden, während es im echten Trading je nach herrschenden Marktbedingungen immer wieder zu Abweichungen kommen kann. Insgesamt werden von XTB mehrere Aspekte genannt, in denen sich der Handel unterscheidet und mit denen sich der Trader ruhig einmal beschäftigten sollte, bevor er in das Trading über das Live Konto mit echtem Guthaben einsteigt.

Handelsangebot von XTB

Mit Blick auf das Angebot steht der Trader bei XTB vor einer durchaus breiten Auswahl. Dies beginnt bereits bei der Wahl des Kontotyps. Hier kann der Trader zwischen drei verschiedenen Kontotypen wählen, die sich insbesondere in der Form unterscheiden, wie der Spread berechnet wird. Wer das Demokonto bereits genutzt hat, stand schon einmal vor der Aufgabe, sich für ein bestimmtes Konto zu entscheiden.

Zur Auswahl stehen die Typen „Basic“, „Standard“ und „Professional“. Während beim Konto Basic mit fixen und damit in aller Regel höheren Spread gehandelt wird, bieten die beiden anderen Kontotypen variable Spreads. Beim Basic Konto ist dabei mit einem fixen Spread von 1,6 Pips zu rechnen, beim Standard Konto liegt der durchschnittliche Spread bei 1,2 Pips. Beim Kontotyp Professional muss dagegen nur der variable Marktspread einkalkuliert werden.

Hinzu kommt bei allen Kontotypen eine feste Kommission von 0,8 Prozent des Handelsvolumens bei Aktien CFDs. Beim Konto Professional werden zudem bei Währungen, Indizes und Rohstoffen feste Kommissionen von jeweils 4,50 Euro für die Eröffnung sowie die Schließung einer Position verlangt. Der maximale Hebel liegt bei allen drei Kontotypen dagegen bei 1:200, kann aber auch individuell nach unten angepasst werden.

Wie gesagt unterteilt sich das Angebot in den CFD Handel und das Trading mit Binären Optionen auf. Zunächst zu den Basiswerten für den CFD Handel, welche in jedem Fall sehr umfangreich zur Verfügung stehen. Dabei verteilen sich diese auf die klassischen Kategorien Devisenpaare, Rohstoffe, Indizes und Aktien. Im Bereich Währungen ist das Angebot noch einmal nach Majors, Minors und Schwellenländern aufgeteilt. Die jeweilige Basiswährung stellt dabei aber immer eine der Majors dar. Unter der Kategorie Schwellenländer finden sich dabei Währungen wie etwa der israelische Schekel, die Türkische Lira oder der Polnische Zloty.

Auch bei den Rohstoffen kann aus einer sehr breiten Palette ausgewählt werden, bei der eigentlich kaum Wünsche offen bleiben sollten. Neben bekannten Rohstoffen wie Gold, Silber oder Öl, kann bei XTB auch auf die Preisentwicklung von Emissionszertifikaten spekuliert werden. Und über die Auswahl an Indizes kann auf die Entwicklung der wichtigsten Volkswirtschaften rund um den Globus gesetzt werden. Zur Auswahl stehen in dieser Kategorie die jeweiligen Leitindizes von Ländern aus den Regionen Europa, USA und Asien bzw. dem pazifischen Raum. Auch bei den Aktien hat der Trader eine äußerst breite Auswahl. Eine Besonderheit dürften dabei einige Werte aus dem osteuropäischen Raum darstellen. Denn wo hat man sonst noch die Möglichkeit, CFDs auf tschechische Aktien zu handeln. Mit einer Auswahl an europäischen und amerikanischen ETFs kann zudem auch auf einzelne Branchen bzw. Wirtschaftssegmente und deren Entwicklung spekuliert werden – eine Möglichkeit, die nur wenige Online Broker im Angebot haben.

Die Marginanforderungen unterscheiden sich dabei je nach Produkt. Während bei Währungen 0,5 bis 1 Prozent verlangt werden, liegt die Margin bei Indizes bei einem Prozent und bei Rohstoffen bei 1,5 Prozent. Bei Aktien muss mit Margins zwischen 5 und 12,5 gerechnet werden.

Darüber hinaus kann auch mit Binären Optionen gehandelt werden. Auch wenn das Angebot an Basiswerten nicht so umfangreich ist, wie beim CFD Handel, kann auch hier auf eine beachtliche Zahl an Handelsmöglichkeiten in den bekannten Kategorien zugegriffen werden.

Darüber hinaus bietet XTB auch mehrere Möglichkeiten an, um am sogenannten Social Trading teilzunehmen. Dabei bestehen Kooperation mit den Plattformen für Social Trading ZuluTrade sowie xSocial. In einem anschaulichen Vergleich werden dem Anleger die Eigenschaften des jeweiligen Anbieters für Social Trading dargelegt, wobei XTB eine Empfehlung für xSocial ausspricht. Beide Anbieter können aber ohne Problem in die von XTB unterstützte webbasierte Handelsplattform xStation integriert werden, so dass es wenig Mühe bereitet, am Social Trading teilzunehmen, egal für welchen Anbieter man sich letztendlich entscheidet.

Bonus bei der ersten Einzahlung

Wir haben uns den Trader XTB im Dezember des Jahres 2015 angeschaut. In dieser Phase gab es keine aktuellen Bonusangebote, weder für Neukunden noch für Bestandskunden. Das heißt aber nicht, dass der Anbieter vollständig darauf verzichtet, Kunden mit speziellen Angeboten den Einstieg als Trader bzw. der Eröffnung eines Handelskontos mit zusätzlichem Kapital schmackhaft zu machen. Im Laufe dieses Jahres gab es etwa einen sogenannten Cashback Bonus, bei dem der Anleger die Chance hatte, bei einem bestimmten Handelsvolumen einen Teil der Gebühren zurückzuerhalten. Wenn man noch weiter zurückgeht, stößt man auch auf einen temporären Einzahlungsbonus.

Das heißt, auch wenn aktuell keine Bonusaktionen durchgeführt werden, so besteht doch durchaus die Chance, dass auch in Zukunft auf einen Bonus spekuliert werden kann. Wer also nur mit dem Gedanken spielt, zu XTB zu wechseln und sich dabei aber noch Zeit lassen möchte, kann also ruhig immer mal nach einer neuen Aktion Ausschau halten.

Gleichwohl weisen wir aber immer wieder darauf hin, dass ein Bonus eigentlich nicht das Hauptargument für den Einstieg bei einem bestimmten Broker sein sollte, und man sich als Trader auch nicht zu einer ungeplant hohen Einzahlung auf das Handelskonto hinreißen lassen sollte. Entscheidend sind nach unserem Ermessen immer noch das gesamte Handelsangebot sowie die weiteren Angebote eines Online Brokers.

Handelssoftware

In Bezug auf die Handelssoftware, die von XTB zur Verfügung gestellt wird, hat der Anleger die volle Wahlfreiheit. Wenn er eine browserbasierte Plattform bevorzugt, kann er den MetaTrader 4 Web Access nutzen. Für das Trading vom eigenen Rechner aus steht der reguläre Metatrader zur Verfügung. Auch für den mobilen Handel wird für die gängigen Systeme Android und iOS eine Version des Metatraders zur Verfügung gestellt. Bereits erwähnt haben wir die xStation: Dabei handelt es sich ebenfalls um eine webbasierte Lösung, die auch über das mobile Endgerät genutzt werden kann. Neben dem eigentlichen Handel mit den von XTB angebotenen Finanzprodukten eignet sich diese Plattform besonders für Handelsstrategien im Bereich des Social Tradings.

Fakten über XTB

Der Online Broker XTB kann bereits auf eine Geschichte von mehr als zehn Jahren zurückblicken. Im Jahre 2002 wurde das Unternehmen in Warschau gegründet und begann damit, auf dem polnischen Markt den Handel mit Forex Produkten anzubieten. Seit dem hat der Anbieter sein Angebot auf viele weitere nationale Märkte ausgeweitet und ist mittlerweile in 15 europäischen Ländern präsent. Neben mehreren osteuropäischen Ländern ist er unter anderem auch in Deutschland und Spanien aktiv. Diese Erfolgsgeschichte wäre sicher nicht möglich gewesen, wenn sich XTB nicht in besonderem Maße auch der Frage nach der Sicherheit der Kundeneinlagen gewidmet hätte. Die entsprechenden Standards werden durch die Regulierung durch die polnische Aufsichtsbehörde sowie die Mitgliedschaft im polnischen Einlagensicherungsfond garantiert. Der Fond sichert Zahlungsausfälle ab, die in Folge einer Insolvenz auftreten können. Dabei sind Beträge bis zu 3.000 Euro zu 100 Prozent geschützt. Bis zu einer Höhe von 22.000 Euro greift der Einlagenschutz für 90 Prozent des Kapitals. Für die Einhaltung der geltenden Regularien für den Finanzverkehr sind darüber hinaus die jeweiligen regionalen Aufsichtsbehörden zuständig, in Deutschland ist das die BaFin. Durch diese Schutzmaßnahmen können wir Betrug und Abzocke ausschließen, denn nach unseren Erfahrungen ist XTB seriös.

Darüber hinaus bietet der Anbieter auch über das Trading hinaus einige Formate für seine deutschen Kunden, unter anderem ein eigenes Börsenradio und mit dem unkonventionellen Format „Die Börsengreenhorns“ eine Reality Doku, welche fünf junge Leute auf ihrem Weg an die Börse begleitet und damit dem Zuschauer interessantes Börsenwissen vermittelt.

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Fragen und Antworten

Welche Möglichkeiten gibt es, mit XTB in Kontakt zu treten?

Neben dem telefonischen Kontakt kann auch der Online Chat sowie die Email genutzt werden.

Welche Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden durch XTB angeboten?

Der Anbieter XTB bietet eine Menge an Möglichkeiten sich mit Blick auf den Handel und die Börse weiterzubilden. Es gibt neben regelmäßigen Webinare ein Börsenlexikon mit den wichtigsten Begriffen sowie einer Aufstellung des wichtigsten Markt- und Börsenwissens.

Auch mit Blick auf aktuelle Marktinformationen wird der Anleger von XTB umfangreich versorgt. Neben dem bereits erwähnten Börsenradio gibt es einen Marktkalender, eigene Marktanalysen sowie ein eigenes Expertenteam. Von diesem Expertenteam werden auch die bereits erwähnten Webinare durchgeführt, die sich unter anderem mit den angebotenen Handelsplattformen, oder mit konkreten Strategien im Livehandel beschäftigten. Einige Webinare sind dabei frei zugänglich, einige können auch nur von Inhabern eines Livekontos wahrgenommen werden.

Wie wird bei XTB der Zahlungsverkehr abgewickelt?

In Bezug auf Ein- und Auszahlungen haben die Trader bei XTB drei verschiedene Möglichkeiten. Neben der Variante, mit der Kreditkarte einzuzahlen, stehen auch die Banküberweisung sowie der Internetdienst PayPal zur Verfügung. Bis zu einer Summe von 2.000 Euro werden dabei 1,5 Prozent Gebühren erhoben. Über dem Betrag von 2.000 Euro fallen keine Transaktionskosten an. Auszahlungen werden dagegen nur per Banküberweisung auf das angegebene Referenzkonto vorgenommen.

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